KONZEPT

Der folgende Text soll zur Erläuterung und zum Verständnis meiner künstlerischen Arbeit dienen. Abgesehen von Beispielen, bezieht er sich nicht direkt auf einzelne Arbeiten. Die Arbeiten grenzen sich zwar formell in den verschiedenen Werkgruppen voneinander ab, haben jedoch inhaltliche Parallelen, wodurch sie auch als Ganzes im Kontext zueinander gesehen werden können. Einige Arbeiten existieren vorerst als Konzept oder Zeichnung, da die endgültige Ausführung von entsprechenden Räumlichkeiten abhängig ist.

In meiner Arbeit geht es im weitesten Sinn um Alltägliches. Alltagsgegenstände und Bewegungsabläufe, welche in ihrem Wesen eher selten bewusst wahrgenommen werden, werden mit Hilfe von hauptsächlich Film, Fotografie und Installation interpretiert.

Oft wird dem jeweiligen Gegenstand die Dienlichkeit völlig entzogen. Es bleibt nur das Bildhafte in seiner Form, Farbe und Stofflichkeit zu erkennen. Durch die Zweidimensionalität bekommt der abgebildete Gegenstand in der Fotografie wie auch in den Videos eine vermeintliche Hauptansicht zugewiesen, welche durch das Ändern des Blickwinkels nicht mehr verändert werden kann. Die zum „Ding“ gewordenen Gegenstände sollen abstrakt wahrgenommen werden.

Andere Arbeiten beschäftigen sich mit dem alltäglichen Entstehen oder Wahrnehmen von Bildern, Dingen, Orten und Begebenheiten. Dabei geht es um die Hinterfragung der skulpturalen und bildhaften Qualitäten der Dinge, die uns im Alltag passieren. Es werden Sehgewohnheiten hinterfragt, und so auf optische Merkmale hingewiesen.

Verschiedene formelle Aspekte der bildenden Kunst werden dazu benutzt, eher unscheinbare Bilder, Formen, Anordnungen in einem neuen Kontext zu erfahren und aufzufassen. Es werden einzelne Elemente der Umwelt aufgegriffen und in Kompositionen zusammengefügt. Ein Rahmen z.B. dient nicht mehr nur als Bildträger, sondern kann als skulpturelles Element im Raum, wie auch mit der dahinter liegenden Wand zusammen als eine Interpretation des wiederum- Objekts wahrgenommen werden.

Der Fokus in den Arbeiten wird, aus subjektivem Interesse, auf bestimmte Dinge gelegt, kann und soll aber dazu anregen gedanklich weiter geführt zu werden.